SitemapHome → Aktuell

Regenrückhaltebecken vor der Kläranlage Bremgarten

Antrag an die Gemeindeversammlungen der Verbandsgemeinden

1. Einleitung

In den Jahren 2013 bis 2015 wurde gemäss Gewässerschutzgesetz ein Entwässerungskonzept (VGEP) über das ganze Verbandsgebiet erarbeitet. Dieses hat gezeigt, dass die Entlastung von Schmutzwasser in die Bäche und die Reuss optimiert werden muss. Zur Behebung der verschiedenen Schwachpunkte wurde ein Massnahmenplan erstellt. Der wichtigste Punkt dabei ist die Erstellung von einem Regenrückhaltebecken durch den Abwasserverband.

Im gesamten Verbandsgebiet, das die Gemeinden Berikon, Bremgarten, Eggenwil, Widen und Zufikon umfasst, gibt es bis jetzt insgesamt elf Regenrückhaltebecken. Diese Regenrückhaltebecken sind notwendig, weil die Kläranlage nicht für die grossen Abwassermengen bei Regen ausgelegt ist. Zudem werden bei Niederschlägen die Kanalisationsleitungen «ausgewaschen» und der während der Trockenperiode abgelagerte Schmutz wird weggeschwemmt. Die Aufgabe der Regenrückhaltebecken ist es, diesen Schmutz vorübergehend zu speichern und das weiter anfallende Abwasser mechanisch zu reinigen und verzögert in die Bäche abzuleiten. Bei der nächsten Trockenperiode löst das Prozessleitsystem der Kläranlage das Abpumpen des gespeicherten Schmutzwassers in den Regenrückhaltebecken aus.

2. Standort (Bild 1)

Das neue Regenrückhaltebecken muss direkt vor der Kläranlage platziert werden. Der Standort wurde so gewählt, dass ein künftiger Ausbau der Kläranlage nicht behindert wird, kein zusätzliches Grundstück erworben werden muss und der Wald nicht tangiert wird. Das Bauwerk wird vollständig unter Terrain erstellt und ist nicht sichtbar.

3. Projekt (Bilder 2 und 3)

Das Regenrückhaltebecken besteht aus zwei Kammern. Die Zuläufe werden so eingestellt, dass maximal 280 Liter Abwasser pro Sekunde von diesem Becken zur ARA fliessen. Der Rest wird dem neuen Regenrückhaltebecken zugeführt. Das Becken ist auch für Havariefälle (Löschwasser, Brennstoffunfälle usw.) konzipiert. Da über das Bauobjekt eine Strasse führt, wird die Konstruktion für die zu erwartenden Belastungen ausgelegt.

Zur Innenausrüstung gehören Pumpen, Belüftung, Schieber, Amphibienausstiege, Treppen, Türen, Beleuchtung und Reinigungsarmaturen.

4. Kosten

Die gesamten Projektkosten belaufen sich auf CHF 2'859'200.— (Kostenschätzung ± 15%) und stellen sich wie folgt zusammen:

  • Baumeisterarbeiten CHF 1'657'200.—
  • mechanische und elektrische Ausrüstungen CHF 417'000.—
  • Regiearbeiten, Unvorhergesehenes CHF 311'000.—
  • Honorare und Gebühren CHF 270'000.—
  • Total (excl. MwSt.) CHF 2'655'200.—
  • MwSt CHF 204'000.—
  • Total (inkl. MwSt.) CHF 2'859'200.—

 5. Finanzierung

Die Finanzierung ist einerseits mit Gemeindebeiträgen von insgesamt CHF 1'859'200.--und andererseits mit einer Entnahme von CHF 1,0 Mio. (fix) aus dem Eigenkapital des Abwasserverbandes (Stand Ende 2018: CHF 1,3 Mio.) vorgesehen. Der Kostenverteiler von Investitionen ist gemäss § 23 in den Satzungen wie folgt geregelt:

Für die Abrechnung von Investitionen, Reparaturen und Revisionen und die Aufteilung der Kosten einschliesslich allfälliger Teuerungszuschläge gilt der im Zeitpunkt der Baukostenabrechnung gültige Verteilschlüssel nach Einwohnern plus berechneten Einwohnergleichwerten.

Nach dem Stand von 2018 würde sich folgender Kostenverteiler (inkl. MwSt) ergeben:

Gemeinde Prozentualer Anteil Betrag

  • Berikon 21.477 CHF 399'300.—
  • Bremgarten 36.668 CHF 681'700.—
  • Eggenwil 4.987 CHF 92'700.—
  • Widen 16.146 CHF 300'200.—
  • Zufikon 20.723 CHF 385'300.—

Gemeindebeiträge 100.000 CHF 1'859'200.—
Entnahme aus Eigenkapital CHF 1'000'000.—

Total CHF 2'859'200.—